MEHRGENERATIONENWOHNEN

Eine Mehrgenerationen Wohngemeinschaft, auch Mehrgenerationenwohnen genannt, richtet sich an die Menschen, die ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten einsetzen können, um selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu leben und zu wohnen.

Traditionelle Familienstrukturen und -muster lösen sich zunehmend auf und Drei-Generationen-Haushalte sind zur Ausnahme geworden. Dennoch besteht bei vielen Menschen ab 50 Jahren der Wunsch, in der Nähe junger Menschen zu leben – nicht unbedingt müssen dies die eigenen Kinder oder Enkelkinder sein. Durch das Zusammenleben mehrerer Generationen können alle auf unterschiedliche Weise profitieren.

Aber auch jüngere Menschen, deren Eltern oder Großeltern nicht mehr in der selben Stadt leben, suchen heute wieder verstärkt die Nähe und Unterstützung von älteren Menschen.

Bei Nummer50 Mehrgenerationenwohnen handelt es sich um ein flexibles Angebot, das den sich ändernden Wohnbedürfnissen entspricht und ein Zusammenleben mehrerer Generationen in unterschiedlicher Weise ermöglicht. Die richtigen Wohnpartner für Ihre Mehrgenerationen WG finden Sie bei uns.

Ein Kind aus einer Mehrgenerationenfamilie

VORTEILE

Einer der großen Vorteile ist das soziale Zusammenleben bei dem Mehrgenerationenwohnen. Sie haben für viele Aktivitäten und nette Gespräche jemanden direkt in Ihrer Nähe. Sie erfahren Zusammenhalt und Stärke, in allen Situationen des Lebens. Zusätzlich  haben Sie einen höheren Lebensstandard, da Sie mehr Geld zur Verfügung haben. Gleichzeitig kann jeder Mitbewohner ein relativ unabhängiges Leben nach seinen individuellen Vorstellungen führen.

Grafik von einem Mehrgenerationenwohnen

FÜR SENIOREN

WERTVOLLE UNTERSTÜTZUNG IM ALLTAG

Arbeiten, die einem irgendwann schwerer fallen, wie das Fenster putzen, Treppenhaus reinigen oder Einkaufen gehen, können ganz leicht von den jüngeren Bewohnern übernommen werden. 

Viele kennen es, dass man von seiner Krankenkasse, dem Finanzamt oder der Wohnungsverwaltung Post bekommt, die nicht gleich verständlich ist. In einer Wohngemeinschaft haben Sie immer und sofort einen Partner mit dem Sie gemeinsam überlegen können, der Sie auf dem Weg zur Behörde begleitet und Ihnen moralische Unterstützung gibt. Oft hilft das dabei, das eigene Anliegen klarer zu formulieren und nichts von dem zu vergessen, was einem auf der Seele brannte.

MEHR GESELLSCHAFT — WENIGER EINSAM

Sich gegenseitig zu helfen und mit mehreren Generationen in einer Gemeinschaft zu leben macht das familiäre Gefühl aus. Jeder weiß, wie wichtig der andere für die Gemeinschaft ist. Es ist immer jemand da, wenn man sich unterhalten möchte, etwas zusammen kochen oder unternehmen möchte. 

SICHERER SEIN

Sie passen gegenseitig aufeinander auf. So sehen Sie, wenn es Ihrem Mitbewohner einmal nicht gut geht und können im Bedarfsfall sogar einen Arzt rufen.

Sie verreisen – und das vielleicht ohne Ihren Wohnpartner. Dann ist jemand da, der auf die Wohnung aufpasst und sich um die Zimmerpflanzen und eventuelle Haustiere kümmern kann.

JÜNGER SEIN

Durch die soziale Integration in eine Wohngemeinschaft fühlen Sie sich jünger, als Menschen, die alleine zuhause wohnen. Jeder Kontakt zu anderen Menschen gibt Ihnen neue Impulse und Denkanstöße und bereichert dadurch Ihren Lebensalltag.

FÜR JUNGE MENSCHEN

ERFAHRUNG ÄLTERER MENSCH NUTZEN

Nutzen Sie die Stärken und Erfahrungen von den Menschen, mit denen Sie zusammenleben. Es geht dabei um all die Dinge, die man früher in der Familie erlernt hat, wie Nähen, Sticken, Bügeln oder Kochen aber auch kleine Reparaturen selbst durchzuführen. Durch die Lebenserfahrung können Sichtweisen und Ratschläge zwischen den Generationen ausgetauscht werden, von denen alle profitieren.

``OMA UND OPA`` FÜR DIE KLEINEN

Eine Oma oder einen Opa dazu zu gewinnen, ist nicht nur für die Kleinsten eine große Bereicherung. Es ist doch schön, wenn zusätzlich noch jemand da ist, der gerne mal eine Geschichte erzählt, der „Mensch ärgere dich nicht“ mitspielt und der für die Jüngeren ein Vorbild ist.

GERINGER EINSATZ — HOHE GEGENLEISTUNG

Für etwas Hilfe im Alltag gewinnen Sie einen neuen, wertvollen Menschen für Ihr Umfeld oder sogar Ihren Freundeskreis hinzu. Wenn Sie die älteren Mitbewohner bei kleinen Dingen unterstützen, wie z.B. beim Einkaufen gehen, sind Sie diesen eine große Hilfe. Auf der anderen Seite erhalten Sie sicher die selbe Hilfe wenn beispielsweise kurzfristig jemand zur Kinderbetreuung gesucht ist.

ANSCHLUSS AM NEUEN WOHNORT

Wenn Sie neu in eine Stadt gezogen sind, finden Sie in einer Mehrgenerationen WG (Mehrgenerationenwohnen) direkt Anschluss und können die ersten netten Menschen kennenlernen. Sie können nützliche Tipps von den „Einheimischen“ bekommen und wissen gleich, auf welche regionalen Besonderheiten geachtet werden sollte.

FÜR ALLE GEMEINSAM

HÖHERER LEBENSSTANDARD - MEHR GELD

Sie haben mehr Geld zur Verfügung, denn eine Gemeinschaft kann sich mehr leisten als jeder einzelne. Dadurch, dass Sie sich die Kosten für Miete und Energie, Wärme und GEZ teilen, sparen Sie Geld. So können Sie sich gemeinsam haushaltsnahe Dienstleistungen, wie

Haushaltshilfe  |  Reinigungskraft  |  Gärtner  |  Betreuungskraft

leisten oder sich zusätzlichen Wohnkomfort durch Gemeinschaftsräume ermöglichen (z.B. Gemeinschaftsküchen, Bibliothek, Musikraum, Büro- und Besprechungsräume, Werkstatt, Fitnessraum, Pflegebad, Gästezimmer).

Wenn Sie Lust haben, etwas zu unternehmen, gehen Sie von dem gesparten Geld in ein schönes Restaurant, gehen gemeinsam ins Theater oder gönnen sich einen sonnigen Urlaub. Sicher haben Sie noch mehr schöne Ideen.

UMWELT SCHÜTZEN

Mit einer Plus-WG unterstützen Sie die Prinzipien eines verantwortungsbewussten Wachstums:

  • Ressourcen für Energie und Wohnraum werden effizienter eingesetzt. Der Verbrauch von Wasser, Gas und Strom wird reduziert.

  • Weniger Abfall fällt an und weniger Kohlenstoff wird ausgestoßen.

  • Durch nachhaltige Wohnkonzepte bleiben mehr grüne Freiflächen, Parks und Wälder im direkten Umland von Wohngegenden erhalten.

HERAUSFORDERUNGEN

WER RUHE SUCHT ?!

Wer Ruhe sucht, sollte sich nicht für das Mehrgenerationenwohnen entscheiden. Zwar sind Privaträume vorhanden, das gemeinschaftliche Wohnen bildet aber den Kern der Gemeinschaft. 

⇒ Deswegen finden Sie bei uns Mitbewohner, die das gleiche Ziel haben wie Sie: Ein lebendiges Mehrgenerationenwohnen.

VERANTWORTUNGSBEREITSCHAFT

Wer versprochen hat, mehrmals wöchentlich Einkaufsdienste für die älteren Mitbewohner zu übernehmen oder vormittags die Kinder zu hüten, wird sich im Mehrgenerationenhaus auch daran halten müssen. Täte er das nicht, fiele das Konzept des Wohnprojekts nach und nach in sich zusammen.

ANFANGSPHASE

Überstehen Sie die oft schwierige Anfangsphase. Einige Mehrgenerationen WGs berichten von Anfangsproblemen, da sich einige Mitbewohner erst wieder daran gewöhnen mussten, ein Zuhause mit anderen Menschen und Lebensgewohnheiten zu teilen. 

Nach einer Phase, in der sich alle Mitbewohner mit ihren jeweiligen Bedürfnissen kennenlernen konnten, haben das Mehrgenerationenwohnen häufig längeren Bestand als klassische Wohngemeinschaften.      

FÖRDERMÖGLICHKEITEN

In der Regel haben größere Wohnungen einen geringeren Quadratmeterpreis als kleinere Wohnungen. Wohngemeinschaften mit 3-4 Personen sind daher auch unter finanziellen Gesichtspunkten lohnenswert.

Wie hoch die Miete ist, die jeder zu bezahlen hat, hängt von Ihrem Wohn-Modell ab und von der genutzten Fläche des „Privaten Zimmers“.

Bei einer klassischen Mehrgenerationen WG hängt die Miete von den ortsüblichen Mietpreisen ab. In Berlin liegt die Miete beispielsweise bei ca. 300 bis 400 EUR pro Bewohner für eine geeignete Wohnung. Auch werden Senioren WGs staatlich unterstützt.

AKTIONSPROGRAMM DES BMFSFJ

Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser nehmen seit dem 1. Januar 2012 am laufenden Aktionsprogramm des Bundesministeriums für Familien, Senioren,Frauen und Jugend teil. Jedes Haus erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro. Davon fließen aus Bundesmitteln beziehungsweise Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF) 30.000 Euro. Die weiteren 10.000 Euro übernehmen Land oder Kommune. 

Im Bundeshaushalt sind rund 16 Millionen Euro für die weitere Förderung aller 450 Mehrgenerationenhäuser im Jahr 2015 vorgesehen. Damit ist ein erster Schritt für die nachhaltige Sicherung der Mehrgenerationenhäuser getan.

WOHNGELD

Die Wohngeldstelle der Stadt oder der Gemeinde zahlt an alle Berechtigten Wohngeld aus.

FÖRDERDATENBANKEN

In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden verschiedene Werkzeuge zur Recherche von Förderprogrammen angeboten. In der Regel gibt es für die unterschiedlichen Programme verschiedene Fördervoraussetzungen. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick:

Deutschland – Foerderdatenbank.de

Österreich – Foerderdata.at

Schweiz – bfe.admin.ch

PFLEGEKASSE

Die Pflegekasse der gesetzlichen Krankenversicherung bietet weitreichende Möglichkeiten. Durch das Pflegeneuordnungsgesetz vom 01.01.15 erhalten Sie einen Gründungszuschuss zu einer Mehrgenerationen WG von 10.000 Euro. Zusätzlich werden von der Pflegekasse 4.000 Euro je Umbaumaßnahme für eine barrierefreie Wohnung bezahlt. Lesen Sie im Ratgeberbereich mehr dazu.

DARAN IST ZU DENKEN

1. INFORMIEREN

Hier sind Sie bereits auf dem richtigen Weg, indem Sie sich auf Nummer50 angemeldet haben und sich darüber informieren, was für das gemeinschaftliche Wohnen wichtig ist und welche unterschiedlichen Möglichkeiten es dafür gibt.

In unserem Ratgeberbereich haben wir weitere Informationen für Sie zusammengefasst.

2. KONTAKT ZU ANDEREN FINDEN

Nehmen Sie Kontakt zu bereits bestehenden Wohnprojekten auf oder finden Sie auf Nummer50 Wohn-Stammtische in Ihrer Region mit Menschen, die an einem spannenden Informationsaustausch interessiert sind. Sie können auch direkt die ersten Mitbewohner finden, die mit Ihnen gemeinsam ein neues Projekt starten wollen.

3. WOHNRAUM

Nachdem Sie sich für ein Wohnkonzept (wie z.B. die Mehrgenerationen WG) entschieden haben, legen Sie fest, in welcher Gemeinschaftsform Sie sich am wohlsten fühlen.

Wohngemeinschaft  |  Hausgemeinschaft  |  Nachbarschaftsgemeinschaft  |  Siedlungsgemeinschaft

Was sich hinter den einzelnen Wohnformen verbirgt, lesen Sie in unserem Ratgeberbereich. Wenn Sie diese Auswahl für sich selbst getroffen haben, finden Sie auf Nummer50 eine große Auswahl der entsprechenden Wohnformen.

4. UMSETZUNG MIT EXPERTEN

Nun geht es an die Umsetzung. An diesem Punkt haben Sie bereits viele wichtige Entscheidungen getroffen und freuen sich darauf, nun endlich starten zu können. Damit nun auch alles gut geht, raten wir Ihnen auch den Kontakt zu Experten vor Ort zu suchen, die Sie unterstützen. Besonders hilfreich sind Experten,

  • für eine von Anfang an barrierefreie Wohnungsplanung, damit auch in den kommenden Jahren keine weiteren Umbaumaßnahmen notwendig werden.

  • für eine Rechtsberatung, um die richtige Organisationsform Ihrer Wohngemeinschaft zu wählen.
  • als ein regionaler städtischer Ansprechpartner, der den Kontakt zur städtischen Verwaltung für Sie herstellt.
  • für eine Beratung durch einen Energieberater, der Ihnen hilft, von Anfang an noch mehr Kosten in Ihrer neuen Wohngemeinschaft zu sparen.

Diese ausgewählten städtischen Beratungseinrichtungen sowie Experten in Ihrer Region finden Sie auf Nummer50 – unter dem Punkt „4.Expertenwissen“.

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