FAHRPLAN GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN

Fahrplan gemeinschaftliches Wohnen

Mit diesem Fahrplan möchten wir Ihnen zeigen, wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte, um den Wunsch vom gemeinschaftlichen Wohnen zu verwirklichen. Er soll Ihnen eine Orientierung geben und eine Hilfe bei den ersten Schritten sein.

Die Idee
Voraussetzungen

Informieren Sie sich

Sie haben den richtigen Schritt bereits getan: Sie sind auf Nummer50.de gegangen, um sich über das gemeinschaftliche Wohnen zu informieren. Schauen Sie sich dabei insbesondere die Vorstellung der einzelnen Wohnformen an, die Vorteile, Herausforderungen und Fördermöglichkeiten. Des Weiteren erhalten Sie in der Rubrik Ratgeber weitere Tipps und Hilfen, in denen wir Ihnen die Expertise von professionellen Beratern zugänglich machen. In der Rubrik Literatur und Downloads erhalten Sie zusätzliche Informationen von externen Quellen.

Stellen Sie sich selbst die folgenden Fragen:

Welches ist die für mich beste Wohnform? Was kann und sollte das Wohnprojekt leisten?

Ziehe ich in ein bereits bestehendes Projekt oder schließe ich mich einer bestehenden Projektinitiative an?

Gründe ich ein eigenes Projekt und suche mir Mitbewohnerinnen und Mitbewohner?

Kontakte und Informationen vor Ort

Um eine gute Entscheidung für sich selbst treffen zu können, benötigen Sie neben den Informationen auch den persönlichen Kontakt und Austausch. Am besten eignen sich dazu bereits bestehende Wohnprojekte mit denen Sie ins Gespräch kommen können oder Wohn-Stammtische. Die Meisten bieten verschiedene Möglichkeiten des Kennenlernens an, sodass Sie ausreichend Gelegenheit haben, sich mit den jeweiligen Bedingungen und Mitwirkenden vertraut zu machen. Beides finden Sie bei Numer50.de. Nutzen Sie das Kontaktformular, um den ersten Kontakt herzustellen. Dabei können Sie dann auch ein persönliches Treffen vereinbaren.

Ihre Entscheidung von Beginn an

Den größten Schritt haben Sie schon getan: Sie haben sich entschieden, an einer gemeinschaftlichen Wohnform teilhaben zu wollen. Wenn Sie diese Entscheidung getroffen haben – zweifeln Sie nicht – sondern freuen Sie sich auf die tolle Zeit die jetzt für Sie starten wird. Davon ist in der Regel der gesamte Erfolg einer gemeinschaftlichen Wohnform abhängig. 
INITIATIVE ERGREIFEN

Vom Interesse zur Organisation

Es gibt unterschiedliche Wege, wie das Interesse am gemeinschaftlichen Wohnen geweckt wird. Vielleicht war es bei Ihnen ein Bericht in den Medien, Sie haben eine Projektgruppe kennengelernt oder waren aktiv auf der Suche nach einer alternativen Wohn- und Lebensform. Vielleicht sind Sie auch in einer Lebenssituation, in der Sie grundsätzlich über einen Neustart nachdenken. Vielleicht soll es für die Zukunft eine kleinere, barrierefreie Wohnung sein, Sie sind auf der Suche nach einer besseren Infrastruktur und Hilfsangeboten oder wollen ökologische und soziale Ziele verfolgen.

Jetzt geht es daran, die Umsetzung Ihres Wohnwunsches zu planen und zu organisieren. 

Überlegen Sie sich nun, ob Sie :

  • in Ihrer jetzigen Wohnung bleiben wollen,
  • eine neue Wohnung / ein Haus mieten möchten,
  • eine neue Wohnung / ein Haus kaufen möchten,
  • in eine bereits bestehende Wohngemeinschaft / ein Projekt einziehen wollen,
  • in eine bestehende Projektinitiative eintreten, die ein eigenes Wohnprojekt realisieren will.

Selbst Initiative ergreifen

Sie gründen selbst eine Projektgruppe oder Wohngemeinschaft und suchen weitere Mitbewohner? Ganz einfach finden Sie auf Nummer 50.de eine große Auswahl an Menschen, die das gleiche suchen, wie Sie. Denken Sie bitte daran, dass Sie als Gründer der Gemeinschaft dann auch die meiste Verantwortung tragen, das Projekt zu realisieren.
GEMEINSCHAFTSBILDUNG

Vom Interesse zur Organisation

Es ist wichtig, dass Sie eine klare Vorstellung davon entwickeln, was Ihnen wichtig ist und was nicht. Denn sobald Sie die ersten neuen Mitbewohner oder Interessenten kennenlernen, werden Sie auch deren Wünsche und Interessen erfahren. 

Merken Sie anschließend, dass Sie und Ihr Gegenüber auf der selben Wellenlänge sind, steht Ihnen nichts mehr im Wege um das Projekt gemeinsam anzugehen.

Besonders am Anfang hilft es, in der Gruppe das Konzept des gemeinschaftlichen Wohnprojekts und die Wünsche jedes einzelnen schriftlich festzuhalten. Dabei müssen Sie kein dickes Buch oder eine Projektskizze als Vorbild haben, es reicht oft eine Skizze, ein kleines Plakat, das gemeinsam gestaltet wird, um so die Wünsche und Interessen von allen festzuhalten und darzustellen.  Denn ein gutes Konzept ist das Fundament Ihrer Gemeinschaft.

Auch hilft Ihnen dieses Konzept, sollten Sie später weitere Mitbewohner suchen, um Ihre Idee des Zusammenwohnens darzustellen.

Konfliktbewältigung

Sicher werden Sie an dem ein oder anderen Punkt auch mal unterschiedlicher Meinung sein. Egal wie gut Sie sich mit den anderen verstehen, gehört auch ein Konflikt und dessen Lösung zu einer gut funktionierenden Gruppe. Unterdrücken Sie diese Konflikte bitte nicht, sondern sprechen Sie diese offen und ehrlich an.

Manchmal ist dies aber gar nicht so leicht und man sucht nach den richtigen Worten, um andere nicht zu verletzen. Dabei können Ihnen qualifizierte neutrale Berater (z.B. Mediatoren) helfen.

Mediatoren empfehlen sich besonders zur:

Konzeptentwicklung,
Entwicklung des Leitbilds,
Wahl der Organisationsform zum Projektstart
und um Verbindlichkeit herzustellen.

WOHNUNGS- ODER GRUNDSTÜCKSSUCHE

Die Suche nach geeigneten Objekten

Sie sind bis zu diesem Punkt gekommen und können stolz darauf sein. Mit Ihren neuen oder auch schon bekannten Projektpartnern suchen Sie sich jetzt eine geeignete Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück.

Mit den geeigneten Experten und Planern wird Ihnen auch dieser Schritt gut gelingen. Wichtig ist, dass Sie bzw. die Experten Ihren finanziellen Rahmen im Auge haben und sie so passende und angemessene Möglichkeiten finden, in Zukunft zu wohnen.

Wenn Sie ein Grundstück kaufen und ein Haus bauen möchten, werden Sie auf Expertenrat zugreifen müssen. Es folgen drei Phasen der Realisierung:

  • Planungs- und Genehmigungsphase
  • Vorbereitung des Baus
  • Bauphase

An die Zukunft denken

Denken Sie bei der Planung bereits an die Zukunft. So kann es jetzt bereits richtig sein, an eine Barrierefreiheit der Wohnung zu denken. Lesen Sie auf der Seite „Tipps von Experten“, wann eine Wohnung barrierefrei ist.

Beim Einzug können Sie bereits an folgende Dinge denken:

Trennen Sie sich bereits mit dem Umzug von überflüssigen Einrichtungsgegenständen, denn diese nehmen häufig viel Platz in Anspruch.
Achten Sie darauf, dass Ihre Fenster einfach und leicht zugänglich sind und nicht mit Einrichtungsgegenständen verstellt sind.
Sorgen Sie für rutschfeste Bodenbeläge und befestigen Sie Teppichläufer, damit Sie nicht darüber stolpern.
Stellen Sie doch eine stabile Sitzgelegenheit neben Ihren Kleiderschrank.
Ein rutschfester Duschhocker erleichtert das selbstständige Duschen und mindert das Unfallrisiko.

Für andere barrieregerechte Umbauarbeiten, wie die Entfernung von Schwellen, den Einbau einer barrieregerechten Küche oder Bad, benötigen Sie Hilfe von Experten.

WOHNPHASE

Vor dem Umzug

Vergessen Sie bitte nicht, Ihre alte Wohnung zu kündigen und dabei Ihre Kündigungsfristen oder die Mindestmietzeit zu berücksichtigen. Eventuell können Sie Ihre Kündigungsfrist auch umgehen, wenn Sie einen Nachmieter finden – natürlich in Absprache mit Ihrem Vermieter.

Die korrekte Übernahme Ihrer neuen Wohnung:

Ist Ihre Wohnung neu für Sie gebaut, werden Sie die Wohnung in der Regel in einer größeren Besetzung und am besten mit der Projektgruppe gemeinsam abnehmen.

Sprechen Sie etwaige Baumängel sofort an und notieren Sie sich diese, damit Sie Nachbesserungsarbeiten verfolgen können.

Mängel der neuen (Miet)Wohnung (oder auch „nur“ des Zimmers) sind auch bei der Übernahme schriftlich aufzunehmen. Sie freuen sich auf Ihre neue Wohngemeinschaft, da sieht man auch manchmal über bestimmte Sachen hinweg. Daher ist es gut, eine neutrale 3. Person dabei zu haben. Melden Sie etwaige Mängel am Besten gleich dem Vermieter.

Nachsendeauftrag

Damit Sie Ihre Post, die zunächst noch an die alte Adresse geht, weiterhin erhalten, haben Sie die Möglichkeit, bei der Deutschen Post einen Nachsendeauftrag zu stellen. So erreicht Sie Post für 6 oder 12 Monate auch dann, wenn sie noch an Ihre alte Adresse adressiert ist.

Am besten kümmern Sie sich ca. zwei Wochen vor dem Umzug darum.

In einer bestehenden Wohngemeinschaft wird es sicher bereits ein Festnetztelefon  und Internetanschluss geben. In einer neuen Wohnung oder Hausgemeinschaft kümmern Sie sich bitte um den Anschluss einer Festnetzleitung und um den Internetanbieter. Dabei hat jeder andere Prioritäten (Verfügbarkeit, Datengeschwindigkeit, Zahl der Anschlüsse etc.). Wenn Sie keinen Experten in Ihren Reihen haben, werden Sie dazu bei jedem Anbieter direkt beraten.

Der eigentliche Umzug

Transportmittel bzw. Umzugsfirma

Haben Sie viele Sachen zu transportieren oder fangen Sie in Ihrem Wohnprojekt noch einmal ganz neu an? Denken Sie daran, sich einige Wochen vor dem Umzugstermin um eine Umzugsfirma bzw. um einen Transporter zu kümmern.

Beginnen Sie auch mit dem Einpacken Ihrer Sachen nicht zu spät. So können Sie frühzeitig „unnötigen Ballast“ verschenken, aussortieren oder auf einem Flohmarkt verkaufen. Auch der Sperrmüll muss in einigen Städten frühzeitig angemeldet werden. Am besten sind Sie mit dem Packen einen Tag vor dem Umzug (bis auf wenige Ausnahmen) fertig.

Falls es schwer ist, an Ihrer neuen Wohnung einen Parkplatz für den Transporter zu bekommen, können Sie ganz offiziell über die Polizei oder das Ordnungsamt einen Parkplatz beantragen. Haben Sie eine Umzugsfirma beauftragt, kümmert diese sich direkt darum.

Der Umzugstag

Sie kennen das sicher, dass man bei jedem Umzug immer etwas mehr zu tragen hat.

Wenn Sie in eine Wohnung oder in ein Haus mit mehreren Parteien ziehen, dann machen Sie doch ca. 1-2 Tage vor dem Umzug einen Aushang im Hausflur, auf dem Sie sich ganz kurz vorstellen und vorab für den eventuellen Umzugslärm entschuldigen.

So haben Sie einen guten Start und die Nachbarn wissen auch gleich, wer der neue Mitbewohner ist. So lässt es sich später auch leichter ins Gespräch kommen.

Nehmen Sie sich auch eine kleine Tasche die Sie als „Handgepäck“ mitführen. Darin enthalten sollten Ihr Ausweis, Führerschein und Ihr Geld sein, damit Sie dies am Umzugstag immer griffbereit haben. Wenn Sie die Möbel anschließend selbst wieder aufbauen, nehmen Sie auch das wichtigste Werkzeug in dieses „Handgepäck“ mit auf.

Übergabe der alten Wohnung

Sie sind ausgezogen und haben den größten Teil nun bereits geschafft. Denken Sie jetzt nach dem Umzug daran, die alte Wohnung besenrein zu putzen und eventuell auch kleine Mängel wie Bohrlöcher auszubessern.

Anschließend muss die Wohnung noch dem Vermieter übergeben werden. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass Sie die Mietsachen ordnungsgemäß und ohne Beanstandungen übergeben haben. Falls noch Mängel zu beseitigen sind, lassen Sie diese möglichst genau und schriftlich ins Übergabeprotokoll aufnehmen.

Denken Sie für eine korrekte Nebenkostenabrechnung unbedingt an das Ablesen von Wasser, Heizung, Gas- und Stromzähler.

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