WOHNEN FÜR HILFE

Wohnen für Hilfe richtet sich zum einen an junge Menschen, wie Schüler, Auszubildende und Studierende, die gerne kostengünstig wohnen möchten und gleichzeitig älteren Menschen helfen wollen. Außerdem richtet es sich an Menschen über 50 Jahren, die in Wohnungen oder Häusern leben und Wohnraum zur Verfügung stellen können.

Viel Wohnraum bedeutet auch immer viel Arbeit. Wenn Ihnen kleine Hilfeleistungen enorm helfen würden, Ihren Alltag zu erleichtern und Sie weiter selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden mit ein wenig Gesellschaft leben möchten, dann ist Wohnen für Hilfe genau das richtige für Sie.

Oft benötigen ältere Menschen Unterstützung beim Einkaufen, im Haushalt und im Garten oder wünschen sich Begleitung bei Arztbesuchen oder bei einem Theaterbesuch. Auf der anderen Seite sind gerade junge Menschen besonders dankbar für eine finanzielle Entlastung während der Ausbildung oder dem Studium. Was liegt näher, als diese beiden Gruppen zusammen zu bringen?

Die Grundformel dabei lautet:

PRO 1 m² BEZOGENEM WOHNRAUM = 1 STUNDE HILFE IM MONAT

Frau mit Helferin sitzen auf Bank

VORTEILE

Sie sind nicht mehr alleine zuhause und können den Platz in Ihrer Wohnung mit einem Mitbewohner teilen, der Sie unterstützt und für Sie da ist. Diese vorab vereinbarten und freiwilligen Hilfeleistungen helfen Ihnen, länger und selbstbestimmt zuhause zu leben. Gleichzeitig tun Sie damit etwas Gutes!

Die Idee, junge Menschen mit älteren zusammen zu bringen, löst viele Probleme: Der knappe Wohnraum reicht nicht für alle jungen Menschen, die eine Wohnung suchen. Auch WGs werden immer teurer. Meistens sind viele Auszubildenden und Studierenden am Anfang ihrer Wege finanziell eher knapp ausgestattet. Menschen ab 50 Jahren haben dagegen den Wohnraum und fühlen sich oft alleine oder möchten einfach nur mehr Zeit mit jungen Menschen verbringen.

FÜR MENSCHEN AB 50

WERTVOLLE UNTERSTÜTZUNG IM ALLTAG

Arbeiten, die einem irgendwann schwerer fallen, wie das Fenster putzen, Treppenhaus reinigen oder Einkaufen gehen, können ganz leicht von den jüngeren Bewohnern übernommen werden. 

Viele kennen es, dass man von seiner Krankenkasse, dem Finanzamt oder der Wohnungsverwaltung Post bekommt, die nicht gleich verständlich ist. In einer Wohngemeinschaft haben Sie immer und sofort einen Partner mit dem Sie gemeinsam überlegen können, der Sie auf dem Weg zur Behörde begleitet und Ihnen moralische Unterstützung gibt. Oft hilft das dabei, das eigene Anliegen klarer zu formulieren und nichts von dem zu vergessen, was einem auf der Seele brannte.

MEHR GESELLSCHAFT — WENIGER EINSAM

Sich gegenseitig zu helfen und mit mehreren Generationen in einer Gemeinschaft zu leben macht das familiäre Gefühl aus. Jeder weiß, wie wichtig der andere für die Gemeinschaft ist. Es ist immer jemand da, wenn man sich unterhalten möchte, etwas zusammen kochen oder unternehmen möchte. 

SICHERER SEIN

Sie passen gegenseitig aufeinander auf. So sehen Sie, wenn es Ihrem Mitbewohner einmal nicht gut geht und können im Bedarfsfall sogar einen Arzt rufen.

Sie verreisen – und das vielleicht ohne Ihren Wohnpartner. Dann ist jemand da, der auf die Wohnung aufpasst und sich um die Zimmerpflanzen und eventuelle Haustiere kümmern kann.

JÜNGER SEIN

Durch die soziale Integration in einer Wohnen für Hilfe Wohngemeinschaft fühlen Sie sich jünger, als Menschen, die alleine zuhause wohnen. Jeder Kontakt zu anderen Menschen gibt Ihnen neue Impulse und Denkanstöße und bereichert dadurch Ihren Lebensalltag.

FÜR JUNGE MENSCHEN

PREISWERTER & KOMFORTABLER WOHNRAUM

Durch das besondere Wohnen für Hilfe Programm haben Sie die Möglichkeit, sogar in begehrten Wohnlagen ein Zimmer zu erhalten und das kostenfrei oder für einen sehr geringen Preis. In der gemeinsamen Wohnung können Sie auch die komfortablen und großzügigen Wohnräume wie Bad und Küche mitbenutzen.

MEHR ZEIT

Sie haben wieder mehr Zeit zur Verfügung. Durch die reduzierte oder kostenfreie Miete müssen Sie nicht neben dem Studium oder der Ausbildung einen oder sogar zwei Nebenjobs haben, um die Miete zu bezahlen. Auch wenn Sie jeden Monat einige Stunden Ihrem Mitbewohner helfen, haben Sie dennoch auch viel Zeit für sich, Ihr Studium, Ihre Ausbildung und Ihre Freizeit gewonnen.

KEINE WOHNHEIM-WARTELISTEN

Sparen Sie sich die Zeit der wochenlangen Suche nach einem günstigen Platz im Wohnheim oder einer bezahlbaren Bleibe. Beispielsweise in Berlin gibt es 9.500 Wohnheimplätze die alle belegt sind und 2.500 wartende Interessenten. Da beträgt die Wartezeit oft ein Jahr und länger.

GERINGER EINSATZ — HOHE GEGENLEISTUNG

Sie unterstützen den älteren Menschen bei den Dingen des täglichen Lebens. Das sind für Sie oft einfache Dinge, die aber einen großen Wert für Ihren Mitbewohner haben. Für diesen ist es eine große Erleichterung, wenn Sie Einkäufe , Arbeiten im Garten oder das Staubsaugen übernehmen. Dabei gilt die Faustregel:
Pro 1m² bezogenem Wohnraum ist 1 Stunde Hilfe im Monat zu leisten. 

Die Anzahl und die Art und Weise der Hilfeleistungen kann variieren und individuell verhandelt werden. Ausgenommen sind jedoch Pflegeleistungen jeglicher Art.

ERFAHRUNG ÄLTERER MENSCH NUTZEN

Nutzen Sie die Stärken und Erfahrungen von den Menschen, mit denen Sie zusammenleben. Es geht dabei um all die Dinge, die man früher in der Familie erlernt hat, wie Nähen, Sticken, Bügeln oder Kochen aber auch kleine Reparaturen selbst durchzuführen. Durch die Lebenserfahrung können Sichtweisen und Ratschläge zwischen den Generationen ausgetauscht werden, von denen alle profitieren.

FÜR ALLE GEMEINSAM

HÖHERER LEBENSSTANDARD - MEHR GELD

Sie haben mehr Geld zur Verfügung, denn eine Gemeinschaft kann sich mehr leisten als jeder einzelne. Dadurch, dass Sie sich die Kosten für Miete und Energie, Wärme und GEZ teilen, sparen Sie Geld. So können Sie sich gemeinsam haushaltsnahe Dienstleistungen, wie

Haushaltshilfe  |  Reinigungskraft  |  Gärtner  |  Betreuungskraft

leisten oder sich zusätzlichen Wohnkomfort durch Gemeinschaftsräume ermöglichen (z.B. Gemeinschaftsküchen, Bibliothek, Musikraum, Büro- und Besprechungsräume, Werkstatt, Fitnessraum, Pflegebad, Gästezimmer).

Wenn Sie Lust haben, etwas zu unternehmen, gehen Sie von dem gesparten Geld in ein schönes Restaurant, gehen gemeinsam ins Theater oder gönnen sich einen sonnigen Urlaub. Sicher haben Sie noch mehr schöne Ideen.

UMWELT SCHÜTZEN

Mit einer Wohnen für Hilfe WG unterstützen Sie die Prinzipien eines verantwortungsbewussten Wachstums:

  • Ressourcen für Energie und Wohnraum werden effizienter eingesetzt. Der Verbrauch von Wasser, Gas und Strom wird reduziert.

  • Weniger Abfall fällt an und weniger Kohlenstoff wird ausgestoßen.

  • Durch nachhaltige Wohnkonzepte bleiben mehr grüne Freiflächen, Parks und Wälder im direkten Umland von Wohngegenden erhalten.

HERAUSFORDERUNGEN

GEGENSEITIGE RÜCKSICHTNAHME

Wichtig ist, dass Sie sich vorher einig sind über den grundsätzlichen Umgang mit Themen wie dem Geräuschpegel, der Sauberkeit und Ordnung sowie der Besuchshäufigkeit. Vermeiden Sie gleich von Anfang an, dass nicht abgewaschenes Geschirr oder ein Klassikkonzert vor einer Prüfung Konflikte entstehen lassen.

VERANTWORTUNGSBEREITSCHAFT

Wer die Vorzüge der kostengünstigen Unterkunft von einer Wohnen für Hilfe Wohngemeinschaft in Anspruch nimmt sollte bedenken, dass die vereinbarte Zahl an “Hilfestunden” auch jeden Monat erbracht wird. Treffen Sie Vereinbarungen die auf die Bedürfnisse aller Rücksicht nehmen. Gegenseitige Flexibilität ermöglicht es dann auch beispielsweise in der Prüfungszeit, die vereinbarten Stunden vorab oder im Nachhinein zu erbringen.

ANFANGSPHASE

Überstehen Sie die oft schwierige Anfangsphase. Einige Wohnen für Hilfe WGs berichten von Anfangsproblemen, da sich einige Mitbewohner erst wieder daran gewöhnen mussten, ein Zuhause mit anderen Menschen und Lebensgewohnheiten zu teilen. 

Nach einer Phase, in der sich alle Mitbewohner mit ihren jeweiligen Bedürfnissen kennenlernen konnten, haben die Wohnen für Hilfe Wohngemeinschaften häufig längeren Bestand als klassische Wohngemeinschaften.      

FÖRDERMÖGLICHKEITEN

In der Regel haben größere Wohnungen einen geringeren Quadratmeterpreis als kleinere Wohnungen. Wohngemeinschaften mit 3-4 Personen sind daher auch unter finanziellen Gesichtspunkten lohnenswert.

Wie hoch die Miete ist, die jeder zu bezahlen hat, hängt von Ihrem Wohn-Modell ab und von der genutzten Fläche des „Privaten Zimmers“.

BILDUNGSBEIHILFEN

Eine direkte Förderung des Programms Wohnen für Hilfe scheint es bisher noch nicht zu geben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden allerdings verschiedene Bildungsbeihilfen angeboten, die zum Teil auch Wohnkosten übernehmen. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick:

Deutschland – Bafög

ÖsterreichBildungsförderungen

SchweizEduca.ch

WOHNGELD

Die Wohngeldstelle der Stadt oder der Gemeinde zahlt an alle Berechtigten Wohngeld aus.

PFLEGEKASSE

Von der Pflegekasse werden 4.000 Euro je Umbaumaßnahme für eine barrierefreie Wohnung bezahlt. Lesen Sie im Ratgeberbereich mehr dazu.

DARAN IST ZU DENKEN

In dieser Gemeinschaft leben Sie zusammen und jeder Mitbewohner tut etwas Gutes. Ältere Menschen, die in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus ein Zimmer zur Verfügung haben, verlangen dafür keine hohe Miete von Studierenden oder Auszubildenden. Junge Menschen nutzen diesen Wohnraum und leisten dafür Hilfe im Alltag. Dies könnte beispielsweise sein:

IM HAUSHALT

  •  Staubsaugen
  • Bad reinigen
  • Müll entsorgen
  • Einkaufen
  • Blumen pflegen
  • Treppenhaus reinigen

BEGLEITUNG

  • zum Arzt
  • zum Friedhof
  • beim Einkauf
  • zu Behörden
  • zum Friseur

FREIZEITPARTNER

  • spazieren gehen
  • Spiele spielen
  • Ausflüge machen
  • Gespräche führen
  • Botengängen
  • Hilfe im Umgang mit moderner Technik

mehrgenerationen-webStatt einer Miete wird pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Unterstützung im Monat geleistet. Ausgeschlossen sind alle pflegerischen Tätigkeiten.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist besonders wichtig. So sind durchfeierte Partynächte bis 07:00 Uhr früh hier eher nicht gewünscht. Genauso ist es nicht zielführend, wenn verlangt wird, dass Besuch angemeldet werden soll. Jeder soll sein leben rücksichtsvoll und frei gestalten können und auf die Bedürfnisse des anderen achten.

Die erbrachte Hilfe  führt oft zu netten Gesprächen. Auf der Basis gegenseitiger Unterstützung entwickeln sich oft sogar richtige Freundschaften zwischen den Generationen.

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